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Neue Studie zum Vorkommen von Vorläuferverbindungen perfluorierter Chemikalien (PFC) in der Umwelt


Investigations on the presence and behavior of precursors to perfluoroalkyl substances in the environment as a preparation of regulatory measures

Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) gelangen durch Emissionen während der Produktion und der Verwendung in die Umwelt, z.B. bei der Herstellung fluorhaltiger Kunststoffe. Auch wasser-, öl- und fettabweisend ausgerüstete Textilien oder Lebensmittelverpackungen tragen zur Exposition bei. Häufig werden PFC eingesetzt, die zu persistenten perfluorierten Sulfon- und Carbonsäuren abgebaut werden, sogenannte Vorläuferverbindungen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule Fresenius und der Universität von Amsterdam untersuchten für das Umweltbundesamt welche Vorläuferverbindungen in der Umwelt vorkommen und zur Umweltbelastung der persistenten perfluorierten Sulfon- und Carbonsäuren beitragen können. Hierfür wurden Kläranlagen und Innenräume als Quelle für PFC in die Umwelt analysiert.

Nach einer Literaturrecherche entwickelten und validierten die Hochschulen für 65 ausgewählte PFC Analysemethoden sowie Probenvorbereitungsmethoden und bestimmten mithilfe dieser Methoden die Konzentrationen ausgewählter PFC in verschiedenen Proben (Zulauf, Ablauf, Schlamm, Luft über dem Zulauf) von drei industriellen und drei kommunalen Kläranlagen. Zudem wurden in drei Innenräumen Luft- und Staubproben genommen und auf PFC untersucht.

In Summe konnte über die Hälfte der analysierten PFC in Umweltproben nachgewiesen werden. In den industriellen Kläranlagen wurden die meisten PFC gefunden. Geringer waren die Konzentrationen und die Anzahl der gefundenen PFC in kommunalen Kläranlagen. In allen Kläranlagenproben wurden vor allem kurzkettige PFC gefunden, die häufig als Alternative für die bereits als besorgniserregend identifizierten langkettigen PFC eingesetzt werden.

In den Innenraumproben wurden deutlich weniger PFC detektiert als in den Kläranlagenproben. Hier dominierten flüchtige langkettige Vorläuferverbindungen.

Insgesamt haben die Forschungsnehmer alle untersuchten PFC gemäß der Häufigkeit ihrer Funde priorisiert. Die relevantesten Vorläuferverbindungen waren fluortelomerbasierte Verbindungen, vor allem Fluortelomeralkohole und Fluortelomersulfonat.

Die Konzentrationen der Vorläuferverbindungen waren oftmals höher als die der persistenten perfluorierten Sulfon- und Carbonsäuren. Deshalb ist es wichtig, die Vorläuferverbindungen als Quelle dieser umweltschädlichen PFC auch bei einer Regelung mit zu berücksichtigen.

Abschlussbericht: