Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien Registration,
Evaluation,
Authorisation and
Restriction of Chemicals
Informationsportal
Umweltbundesamt
Startseite Rechtliches Auskunftsrechte Verbraucheranfrage Kontakt | Impressum
Verbraucheranfrage

Sie wollen keine Alltagsprodukte mit besonders besorgniserregenden Chemikalien kaufen? Dann helfen Ihnen ab sofort dieser Strichcode und unser Anfragegenerator. Der Anfragegenerator erstellt aus der Artikelnummer unter dem Strichcode eine Anfrage an den Hersteller. Enthält das Produkt besonders besorgniserregende Chemikalien, muss Ihnen das der Hersteller mitteilen. Was als besonders besorgniserregend gilt, definiert die Europäische Chemikalienverordnung REACH, deren Bestandteil auch das Auskunftsrecht ist.

Damit Sie eine Antwort erhalten, tragen Sie im Formular bitte auch Ihre Kontaktdaten ein. Diese Daten werden unverschlüsselt an den Hersteller übermittelt.
Le Moal / Fotolia
 

Haben Sie Fragen?
Wir haben für Sie die Antworten auf häufige Fragen zur Nutzung des Anfragegenerators zusammengestellt. Sollten Sie eine andere Frage zu REACH haben, können Sie sich per E-Mail an mail@reach-info.de oder an den REACH Helpdesk des Bundes wenden.

Mehr Informationen


FAQs:
  1. Was ist eine Verbraucheranfrage nach REACH?
    Es handelt sich um eine Anfrage von Verbrauchern oder Verbraucherinnen nach besonders besorgniserregenden Stoffen in einem Alltagsprodukt. Rechtlich gesehen handelt es sich dabei um eine Anfrage nach Artikel 33 Absatz 2 der europäischen Chemikalienverordnung REACH. Die Anfrage kann an Hersteller, Importeure oder Händler gestellt werden.
     
  2. Wie erstelle ich eine Anfrage?
    Um Auskunft zu erhalten, muss eine Anfrage zu einem konkreten Produkt an den jeweiligen Anbieter (Hersteller, Importeur oder Händler) gesendet werden. Mit unserem Anfragegenerator geht das einfach, schnell und kostenlos.
     
  3. Für welche Produkte kann ich Verbraucheranfragen stellen?
    Die Auskunftspflicht gilt für Erzeugnisse im Sinne der REACH-Verordnung. Dazu gehören die meisten Gegenstände, z.B. aus den Bereichen Haushaltswaren, Textilien, Schuhe, Sportartikel, Möbel, Heimwerkerbedarf, Elektro-/Elektronikgeräte, Spielzeug, Fahrzeuge oder Verpackungen. Sie gilt nicht in Bereichen, die speziellen Regelungen unterliegen. Dazu gehören z.B. Medizinprodukte, Arzneimittel, Lebensmittel, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel, Futtermittel, Pflanzenschutzmittel, Biozide und flüssige oder pulverförmige Produkte wie Lacke oder Farben. Bei einer Anfrage mit unserem Anfragegenerator wird immer nach dem Produkt UND seiner Verpackung gefragt. Sollte man daher nach einem Lebensmittel – z.B. ein Mineralwasser –gefragt haben, dann wäre das Unternehmen verpflichtet, für die Verpackung eine Auskunft zu geben, nicht aber für das Wasser selbst.
     
  4. Für welche Stoffe erhalte ich Auskunft?
    Auskunft erhält man für die Stoffe, die bereits in die offizielle Liste für besonders besorgniserregende Stoffe der Europäischen Chemikalienagentur aufgenommen wurden. Diese wird halbjährlich erweitert.
     
  5. Was ist ein besonders besorgniserregender Stoff?
    Besonders besorgniserregend sind
    • Stoffe, die Krebs erregen oder das Erbgut oder die Fruchtbarkeit schädigen
    • Stoffe, die langlebig und giftig sind und sich in Organismen anreichern;
    • Stoffe, die sehr langlebig sind und sich besonders stark in Organismen anreichern;
    • Stoffe mit gleichermaßen besorgniserregenden Eigenschaften, z.B. Stoffe, die auf das Hormonsystem wirken und weitere Stoffe, die schwerwiegende und irreversible Wirkungen auf Mensch oder Umwelt zeigen.
    Ihr Auskunfstsrecht unter REACH bezieht sich auf besonders besorgniserregende Stoffe, die in die Kandidatenliste von REACH aufgenommen wurden.
    Aktuelle Liste der besonders besorgniserregenden Stoffe
     
  6. Warum sollte ich eine Anfrage stellen?
    Mit Hilfe der Antwort des Anbieters können Sie Produkte mit besonders besorgniserregenden Chemikalien erkennen und vermeiden. Außerdem signalisieren Sie den Unternehmen, dass Sie keine Alltagsprodukte mit besonders besorgniserregenden Stoffen kaufen wollen. Auf diese Weise tragen Sie dazu bei, dass Unternehmen zukünftig auf schädliche Stoffe in ihren Produkten verzichten. Viele Anfragen bewirken viel!
     
  7. Funktioniert der Anfragegenerator mit allen Produkten?
    Der Anfragegenerator vereinfacht die Anfrage für die meisten Produkte, die einen Strichcode haben. Dabei wird in einer globalen Datenbank "nachgeschlagen", welchem Hersteller das Produkt zuzuordnen ist und Ihre Anfrage automatisch an die richtige Adresse geschickt. Es gibt jedoch auch einige Anbieter wie z.B. ALDI, IKEA, H&M, die ein eigenes Strichcode-System aufgebaut haben und deren Produkte nicht in der Datenbank erfasst sind. Für diese Produkte funktioniert unser Anfragegenerator leider (noch) nicht und Sie erhalten eine Fehlermeldung. In diesem Fall können Sie mit Hilfe unseres Musterbriefs dennoch von Ihrem Auskunftsrecht Gebrauch machen.
     
  8. Meine E-Mail-Adresse wird nicht erkannt, obwohl ich alles richtig eingegeben habe. Was kann ich tun?
    Leider wird bei einigen Nutzern und Nutzerinnen die E-Mail-Adresse nicht erkannt, obwohl das Formular korrekt ausgefüllt wurde. Dieses Problem ist auf einen Konflikt mit den Browser-Einstellungen (z.B. Internet Explorer) zurückzuführen. Sollte es auch bei Ihnen auftreten, können Sie mit einigen einfachen Schritten die Einstellungen so anpassen, dass der Anfragegenerator auch bei Ihnen einwandfrei funktionieren sollte: zur Anleitung
     
  9. Was mache ich, wenn das Unternehmen nicht antwortet?
    Unternehmen sind nur dann verpflichtet zu antworten, wenn besonders besorgniserregende Stoffe im angefragten Produkt enthalten sind. Allerdings
    kommen nicht alle der Auskunftspflicht nach. Das zeigen Studien von Überwachungsbehörden und von Verbraucherorganisationen. Es gibt aber auch
    Anbieter, die antworten, um Ihnen mitzuteilen, dass ihre Produkte frei von besonders besorgniserregenden Stoffen sind. Wenn Sie sicher gehen wollen,
    fragen Sie noch einmal beim Unternehmen nach oder wenden sich an die zuständige Landesbehörde. Diese überprüft dann, warum in Ihrem Fall keine Antwort erfolgt ist.
     
  10. Was mache ich, wenn mir die Antwort nicht ausreichend oder korrekt erscheint?
    Die Unternehmen sind verpflichtet, wahrheitsgemäß zu antworten. Leider ist dies für Verbraucher schwer zu überprüfen. Wenn Sie aber den Verdacht haben, falsch informiert worden zu sein – zum Beispiel, weil ein Produkt intensiv chemisch riecht – sollten Sie darüber die zuständige Landesbehörde informieren. Diese kann der Sache nachgehen und das Unternehmen im Zweifelsfall anmahnen, korrekte Auskünfte zu geben.
     
  11. Ich habe eine andere Frage zu Chemikalien und REACH – wer kann mir helfen?
    Bitte wenden Sie sich per E-Mail an mail@reach-info.de oder an den REACH Helpdesk des Bundes.