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Ergebnisbericht zu Multistakeholder-Workshop zur Erstellung und Anwendung von spERCs
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Das Ergebnis der im Vorfeld einer
Registrierung durchzuführenden Stoffsicherheitsbeurteilung kann dazu
führen, dass der Registrant zusätzlich für die von ihm vorgesehenen
Verwendungen eine Expositionsschätzung und Risikobeschreibung
durchführen muss (sh. Art. 14 (4) der REACH-Verordnung). Dies ist
der Fall, wenn der Stoff mindestens in einem der in Artikel 14 (3)
genannten Bereiche schädliche Wirkungen hervorruft. Für Stoffe mit
einer Dosis-Wirkungsbeziehung wird die sichere Verwendung maßgeblich
über die Höhe der zu erwartenden Konzentrationen in der Umwelt
definiert. Ausgangspunkt für die Bestimmung der erwarteten
Konzentration in der Umwelt ist dabei der Anteil der eingesetzten
Stoffmenge, die während der Verwendung nicht verbraucht, sondern aus
dem Prozess freigesetzt wird (Emissionsfaktor) und dann in die
einzelnen Umweltmedien – z.B. Luft oder Wasser – gelangen kann. Da
die Emissionsfaktoren für eine Verwendung von einer Vielzahl von
Faktoren abhängen, beispielsweise vom Verwendungsort und den
vorherrschenden Prozessbedingungen, können die Emissionsfaktoren
nicht für jede Verwendung separat definiert werden. Der für die
Schätzung der Umweltexposition relevante ECHA-Leitfaden R.16 enthält
verallgemeinerte Angaben zu Freisetzungsraten, sogenannte
Environmental Release Categories (ERC). Diese sind unabhängig von
Branchen für bestimmte Verwendungsmuster angegeben.
Vertreter von Herstellern und Industriebranchen kritisierten bereits
sehr früh, dass die angegebenen Emissionsfaktoren des Leitfadens
R.16 unrealistische Worst-Case-Annahmen seien und auch nicht die
Prozesse innerhalb der eigenen Branchen abdecken. Aus diesem Grund
wurde seitens der Branchenverbände mit der Entwicklung von eigenen,
branchenspezifischen Emissionsfaktoren begonnen, den sog. „specific
Environmental Release Categories“ (SPERCs). Nach Veröffentlichung
der ersten SPERCs begann ein Diskussionsprozess zwischen Industrie
und Behörden, wie mit den spERCs umzugehen sei und welche
Anforderungen an die Dokumentation der spERCs-Entwicklung bestehen,
damit die Höhe der Emissionsfaktoren nachvollziehbar ist.
Mit
dem Hintergrund eines von CEFIC veröffentlichten Leitfadens zur
Erstellung von SPERCs und einem Gutachten des Umweltbundesamts zur
Nachvollziehbarkeit der von der Industrie veröffentlichten SPERCs
fand im April 2011 ein Workshop statt, an dem Vertreter von
Industrie und Branchenverbänden, der Europäischen Kommission, der
Europäischen Chemikalienbehörde ECHA sowie Vertreter von auf Ebene
der Mitgliedsstaaten zuständigen Bewertungsbehörden teilnahmen.
Die Ergebnisse des Workshops wurden in einer kürzlich
erschienenen Veröffentlichung zusammengefasst, die sowohl
Erfahrungen der Beteiligten bei Erstellung und Anwendung von spERCs
enthält, als auch näher auf Unsicherheiten bei der Auswahl von
spERCs eingeht. Die Veröffentlichung enthält ebenfalls Empfehlungen
für die Entwicklung von spERCs und wie die Ableitung von
Emissionsfaktoren für einzelne branchenspezifische Prozesse am
besten dokumentiert werden kann.
In preface of a registration the
registrant is obligated to conduct a chemical safety assessment
which may force him to carry out an exposure estimation and a risk
characterisation for every single intended use (article 14 (4)
REACH-regulation). This has to be done when the substance meets one
or more criteria of article 14(3) and therefore use will lead to
harmful effects on human health or in the environment. For
substances with a dose-response relationship the verification of
save use is predominantly driven by the predicted concentrations in
the environment. Initial point for predicting the concentrations in
the environment is the share of a substance that is not consumed
within a process and therefore will be emitted to different
environmental compartments such as air or waste water (emission
factor). Just because the emission depends on a variety of
parameters which also are specific for single sites and process
conditions default emission factors for a set of general processes
were established (Environmental Release Categories, ERCs). These
emission factors are contained in ECHA Guidance document R.16
Representatives of registrants and industrial branches already
criticised at an early stage that the emission factors within the
guidance document are unrealistic worst case assumptions that also
do not cover the processes within their own branch. Therefore
industry associations started developing their own specific
Environmental Release Categories (spERCs) which should more
accurately reflect the conditions of use within a single branch.
After releasing the first sets of spERCs discussions between
industry and authorities raised how to deal with spERCs in general
and what are the requirements on documentation to ensure
comprehensive understanding on the scope of the spERC and the
derived emission factors.
In April 2011 a workshop with
representatives of CEFIC, registrants, industrial sector
organisations, ECHA and Competent Authorities of the member states
was hold in Brussels. The workshop was used e.g. to discuss about
the CEFIC Guidance for SPERC development and to present the results
of a research project of the German Umweltbundesamt which was
initiated to evaluate the spERCs available at this time. In this
project the approaches of several industry sector organisations for
developing spERCs were analysed and recommendations pronounced for
documentation of the development process.
The outcome of
the workshop is documented in a recently published report. The
report recapitulates the experiences of the workshop participants
during development and application of spERCs and responds to
uncertainties in choosing the right spERC. It also contains
recommendations for development of spERCs and documentation of the
assumptions leading to an emission factor which is unique for
specific processes within a specific industry sector.
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