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Einstufung und Kennzeichnung - GHS |
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1. Entstehung und Entwicklung
Weltweit gibt es z. T. sehr unterschiedliche Systeme zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Im Ergebnis wird ein Stoff oder ein Stoffgemisch u. U. in einem Land als gefährlich eingestuft und behandelt, in einem anderen nicht. Dies führt nicht nur im Transport und im Handel, sondern auch bei Verbrauchern und im Arbeitsschutz zu Problemen. Auf dem Weltgipfel für Nachhaltigkeit, 1992 in Rio de Janeiro, wurde daher von den Staaten festgelegt, dass ein weltweit einheitliches System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien unter der Leitung der UN geschaffen werden soll. Das konkrete Mandat im Kapitel 19 der Agenda 21 lautet: “A globally harmonized hazard classification and
compatible labelling system, including material safety data sheets
and easily understandable symbols, should be available, if feasible,
by the year 2000.” Für die Erarbeitung des GHS wurden zwei Sub-Committees gegründet: Das Sub-Committee zum Transport von Gefahrgut (UN TDG GHS) und das Sub-Committee zu Inverkehrverbringen und Verwendung von Gefahrstoffen (UN SCE GHS). Beide tagen zweimal im Jahr, im Juli und im Dezember. Die Experten aus der Staatengemeinschaft, Vertreter von NGOs und von Industrieverbänden beraten hier zu den Vorschlägen und geben Arbeitsaufträge an Expertengruppen der ILO und der OECD. Das GHS selbst ist ein komplexer Code, das zum Ziel hat, ein einziges, neues System zu schaffen, welche 3 Dinge vereint: • umfasst physikalisch-chemische, gesundheitliche und Umwelt-Gefahren; • bietet eine einzige Gefahrenkommunikation für verschiedene Zielgruppen, wie Arbeiter, Verbraucher, Transport- und Erste Hilfe-Personal; • behandelt Stoffe und Gemische in einem Regelwerk.
Die GHS-Verordnung gibt zur Visualisierung von Gefahren folgende standardisierte Piktogramme vor:
Gefahrenklassen beschreiben also die Art der Gefahr. Die Gefahrenklassen wiederum sind in der Regel in Gefahrenkategorien unterteilt, die Ausdruck der Stärke der Gefährlichkeit sind. Insgesamt umfasst das GHS 16 Gefahrenklassen für physikalisch-chemische, 10 für die menschliche Gesundheit und 1 für die aquatische Umwelt. Das sog. „purple book“ ist zu finden unter
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April 2011 |