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Bioakkumulation in der PBT-Bewertung |
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Der Begriff Bioakkumulation bezeichnet
die Aufnahme eines Stoffes aus der Umwelt und die Anreicherung
in einem Organismus. Die Aufnahme des Stoffes kann dabei über
verschiedene Wege erfolgen. So können z. B. Wasserorganismen
Stoffe aus dem umgebenden Medium (Wasser, Sediment) heraus über
die Kiemen und Haut, aber auch durch Fressen von
Sedimentpartikeln aufnehmen. Bei landbewohnenden Tieren spielt
hingegen die Aufnahme über die Nahrung und das Trinkwasser eine
bedeutende Rolle. Das Ausmaß der Bioakkumulation wird meist
durch das Anreicherungsverhältnis der Chemikalie im Organismus
gegenüber der Konzentration in der Umwelt beschrieben. Für
einige stark akkumulierende Chemikalien wurden z.B.
Anreicherungsfaktoren bis zu 100.000 beobachtet, d.h. der
Organismus nimmt diese Chemikalien aus der Umwelt auf und kann
sie im Körper bis zum 100.000-fachen der Umweltkonzentration
anreichern.
Die Bioakkumulation eines Stoffes kann einerseits den aufnehmenden Organismus (wie z.B. einen Fisch) selbst schädigen, indem der Stoff eine für den Organismus schädliche Konzentration erreicht. Andererseits kann sie zu einer Weitergabe des Stoffes in der Nahrungskette, zur Biomagnifikation führen, wenn der kontaminierte Organismus gefressen wird. Insbesondere die Lebewesen an der Spitze einer Nahrungskette (z.B. der Mensch) sind dadurch gefährdet. Es ist daher wichtig, solche Stoffe, die ein hohes Akkumulationspotential besitzen, auch in besonderem Maße zu berücksichtigen und zu regulieren. Das gilt insbesondere dann, wenn noch weitere zu einem schlechten, inakzeptablen Umweltverhalten führende Eigenschaften hinzu kommen, wie Persistenz und Toxizität. |
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Juli 2011 |