Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien Registration,
Evaluation,
Authorisation and
Restriction of Chemicals
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Abfall

Die neue europäische Chemikalienverordnung REACH enthält eine Reihe von Schnittstellen zum Abfallrecht. Abfall im Sinne der Abfallrahmenrichtlinie ist dabei von vielen REACH-Pflichten ausgenommen. Nebenprodukte oder Sekundärstoffe aus Herstellungs- und Recyclingprozessen die nicht mehr dem Abfallrecht unterliegen, müssen die vollen Anforderungen der REACH-VO erfüllen. Nach einer allgemeinen Einführung werden in diesem Beitrag die möglichen Auswirkungen der REACH-VO auf verschiede Materialströme wie z.B. Papier, Glas, Kompost, Kraftwerksnebenprodukte, Rückstände aus der Metallindustrie, Batterien etc. im Detail betrachtet. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes ist der durch REACH entstehende Aufwand in vielen Fällen zu bewältigen. Für einige Branchen besteht noch Forschungsbedarf, wie der Umgang mit der REACH-VO gestaltet werden kann. Insbesondere in der Kunststoff- und Baurecyclingindustrie bestehen Unklarheiten im Zusammenhang mit den Pflichten bei der Registrierung und Zulassung von Stoffen. Problem ist dabei insbesondere der Informationsfluss von den Herstellern zu den Recyclern. Die Recycler benötigen detaillierte Informationen zur chemischen Zusammensetzung der Ausgangsmaterialien, um ihre Pflichten nach REACH für zurück gewonnene Materialien erfüllen zu können. Das UBA führt 2008 ein Forschungsvorhaben zu Auswirkungen von REACH auf die Recyclingwirtschaft mit dem besonderen Fokus auf diese beiden Wirtschaftszweige durch. Neue Erkenntnisse werden fortlaufend ergänzt werden.